Pädagogische Prinzipien

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend rief gemeinsam mit zehn Bundesländern, kommunalen und freien Trägern im Jahr 1999 die "Nationale Qualitätsinitiative im System der Tageseinrichtungen für Kinder" ins Leben. Sie hatte zum Ziel, Instrumente zur Feststellung der Qualität der Arbeit in Tageseinrichtungen - Krippen, Kindergärten und Horten - zu entwickeln. In fünf Teilprojekten der "Nationalen Qualitätsinitiative" wurden Qualitätskriterien für Kindertageseinrichtungen erstellt, geeignete Evaluationsverfahren entwickelt und praktisch erprobt.

Aus der aktuellen Fassung des Qualitätskriterienkatalogs "Qualität in der Arbeit mit Kindern von 0 bis 6 Jahren" können folgende pädagogische Leitprinzipien abgeleitet werden:

- Kinder sind aktive Lerner
- Kinder lernen in sozialen Zusammenhängen
- Kinder lernen durch spielerische Aktivität und aktives Spiel
- emotionale Sicherheit und Zuwendung bieten die Basis für kindliche Lernprozesse und die Entwicklung des Selbst
- Kinder lernen durch Teilhabe und Aushandlung
- Kinder haben das Recht auf Anerkennung ihrer Individualität
- die Erzieherin ist Gestalterin einer anregenden Lern- und Erfahrungsumwelt
- die Erzieherin ist Dialogpartnerin und Impulsgeberin
- die Kindertageseinrichtung sichert allen Kindern – unabhängig von Herkunft, Geschlecht und sozialem Status – Lern- und Entwicklungschancen
- die pädagogische Arbeit orientiert sich an der Lebenswelt und am Bedarf von Kindern und ihren Familien.

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Aufgaben der pädagogischen Fachkräfte

Die Bildungs- und Erziehungsaufgaben der pädagogischen Fachkräfte stellen hohe Anforderungen. Kompetenzen im Umgang mit Kindern, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Eltern und die Kooperation mit anderen Institutionen sind grundlegend erforderlich.


Weitere Bildungsaufgaben der Erzieherinnen sind:

Beobachtung und Dokumentation
Um jedes Kind individuell fördern zu können – um zu verstehen, was unsere Kinder beschäftigt (was sie erfreut und bedrückt, wie sie an Dinge heran gehen), ist die kontinuierliche Beobachtung und Dokumentation unerlässlich. Dies bedeutet bei uns: genau hinschauen, bereits vor der Aufnahme eines Kindes werden die Vorlieben/ Abneigungen und Besonderheiten dokumentiert. Es finden gezielte und spontane Beobachtungen statt. Wir arbeiten mit der Methode der Bildungs- und Lerngeschichten. Diese Form der Dokumentation hilft, die individuelle Entwicklung von Kindern nachzuvollziehen und sie gezielt fördern zu können.

Den Alltag mit den Kindern gestalten
Die Pflegepersonen gestalten gemeinsam mit den Kindern eine anregende Umgebung und stellen ein vielfältiges Materialangebot bereit. Im Team und mit den Kindern gibt es klare Abkommen über Regeln, Gebote und Verbote. Wir sind aufmerksam für die Anliegen, Bedürfnisse und Wünsche der Kinder und nehmen diese ernst. Die Kinder werden ermutigt, ihre Meinung zu äußern und eigene Ideen und Vorschläge einzubringen.